19.03.2019 - 10:14

Deutsche Unternehmen setzen auf bestimmte Formen von KI

Regelbasierte Systeme, Process Robotics, Machine Learning – Künstliche Intelligenz (KI) bekommt im Einsatz viele verschiedene Gesichter. Davon werden nicht alle gleichermaßen in Deutschland verwendet, so eine Deloitte-Studie.

Welche KI-Technologien setzen Unternehmen aktuell ein? Welche Strategien zur Implementierung verfolgen sie? Und wo sehen sie die größten Herausforderungen? Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu bekommen, hat Deloitte für die Opens external link in new windowKI-Studie 2019 weltweit KI-Verantwortliche befragt, darunter 100 Entscheider aus deutschen Unternehmen. Dabei zeigte sich, dass hierzulande alle Varianten von KI-Technologie zum Einsatz kommen – allerdings mit stark variierenden Verbreitungsgraden.

Deutschland bei Process Robotics führend

So sind laut der Studie die am meisten genutzten Variationen Künstlicher Intelligenz Process Robotics und Regelbasierte Systeme, die in jeweils 67 Prozent der befragten Unternehmen genutzt werden. Zudem wollen etwa weitere 30 Prozent sie verwenden. Beim Process Robotics ist die Bundesrepublik sogar weltweit führend: In den Vergleichsmärkten (USA, UK, China, Frankreich, Kanada, Australien) nutzen lediglich 49 Prozent der Firmen diese Technologie.

Die Umsetzung von KI-Projekten erfolgt in den befragten Unternehmen dabei überwiegend im Zusammenspiel externer Spezialisten und interner Ressourcen. Nur 15 Prozent der Studienteilnehmer implementieren KI primär mit firmeneigenen Kräften. Künstliche Intelligenz wird mehrheitlich eingekauft: Der Anteil der Unternehmen, die KI „as a Service“ einsetzen, liegt laut Studie bei 65 Prozent. In den Vergleichsmärkten (USA, UK, China, Frankreich, Kanada, Australien) sind es derzeit nur knapp die Hälfte, die diesen Ansatz verfolgen. Daneben setzen 61 Prozent der deutschen Firmen auf Unternehmenssoftware mit integrierter AI, wie sie von den großen Tech-Firmen angeboten wird.

Ganzheitliche Unternehmenssicht fehlt

Künstliche Intelligenz wird in Deutschland bisher überwiegend auf Abteilungsebene umgesetzt, oft fehlt eine gesamtheitliche Unternehmenssicht auf das Thema. So verfügen erst 26 Prozent der für die Studie befragten Unternehmen über eine umfassende, detaillierte und unternehmensweite KI-Strategie. Hier sind viele ausländische Firmen bereits weiter, in den Vergleichsmärkten haben 35 Prozent eine derartige Strategie etabliert. Hierzulande verfolgen in 43 Prozent der befragten Unternehmen die Abteilungen eigene Strategien zur KI-Einführung, die aber auf unternehmensweiten Vorgaben basieren. Bei weiteren 27 Prozent setzen die Abteilungen auf eigene Strategien ohne solche Vorgaben. Und vier Prozent der Unternehmen verzichten gänzlich auf eine KI-Strategie, sie beschränken sich auf Ad-hoc-Maßnahmen auf Abteilungsebene oder darunter.

„Der KI-Standort Deutschland ist eindeutig noch nicht ‚abgehängt‘“, erklärt Milan Sallab, Partner und Leiter Technology Sector bei Deloitte. „Deutsche Unternehmen haben den Mehrwert von Künstlicher Intelligenz für die eigenen Produkte und Dienstleistungen, aber auch für interne Abläufe erkannt und sind die ersten Schritte erfolgreich gegangen.“


Anzeige

posten in:


Ressort: Studie, Business Solutions
von:

""Top-Priorität oder gehyptes Phänomen: Welche Rolle spielt das Thema Mobile in den Unternehmen?"

 

Im Zuge des kommenden Internets der Dinge, in dem wir bis zum Jahr 2020 weltweit schon 50 Milliarden vernetzte Geräte erwarten, werden sich Arbeitsweisen und Geschäftsmodelle in vielen Industriesegmenten stark verändern.  

Christoph Bach, Head of Practice Mobile Broadband WE, Ericsson GmbH

Die Verbraucher wollen die Marke Galeria Kaufhof auf allen Kanälen erleben, ob bequem von zuhause, mobil via Smartphone oder beim Erlebniseinkauf in der City. Wer Kunden gewinnen und halten will, muss online mehr bieten als eine Desktop-Variante.  

Nina Ehrenberg, Leitung E-Commerce, Galeria Kaufhof

In Unternehmen wird sich die mobile Peripherie zum festen Bestandteil der IT-Infrastruktur entwickeln. Sie besteht aus dem Zusammenspiel zwischen Technologien und konvergenten mobilen und stationären Endgeräten, wie NFC-fähige Multifunktionsgeräte.  

Roland Schweyer, Director IT Cluster & B2B, Samsung Electronic GmbH

Mobile bietet herausragende Kommunikationschancen. Um diese jedoch effektiv und effizient zu nutzen, müssen Kampagnen bereits „mobile first“, d.h. Device-gerecht gedacht und konzipiert werden. Dieser Umdenkungsprozess ist im Unternehmen angekommen.  

Uwe Storch, Head of Media, Ferrero

Smartphones sind universelle Bedien- und Anzeigegeräte, nicht nur „smarte“ Telefone. Sie werden Werkzeuge, Fernbedienungen und Steuergeräte der Zukunft. Die Industrie braucht neue Geschäftsmodelle, weil sie in der Zukunft andere Geräte verkauft.  

Klaus Liebe, Business Unit Manager, Zühlke Engineering GmbH

Das Smartphone wird ohne Zweifel bald eine zentrale Bezahlmethode sein - Chancen & Möglichkeiten sowohl für Handel wie Kunden sind zu groß! Was noch fehlt ist ein starker Standard, dem der Kunde vertraut und der vom Handel breit umgesetzt wird.  

Tobias Günther, CEO fournova Software GmbH

Mobile ist in den Unternehmen voll und ganz angekommen. So haben fast 70 Prozent aller großen Unternehmen eine BYOD-Policy oder planen eine solche innerhalb eines Jahres einzuführen. Die Vorteile sind kaum zu übersehen.  

Andreas Englisch, Produktmanager, BT (Germany) GmbH & Co. KG

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen hat ihre Markenbotschaft immer noch nicht auf den mobilen Kanal ausgerichtet. Hierbei zeigen 25 Millionen verkaufte Smartphones in diesem Jahr einen eindeutigen Wandel beim Medienkonsum auf. 

Björn Wendler, Geschäftsführer, madvertise media

Enterprise Mobility umfasst weit mehr als nur das Gerätemanagement. Es geht darum die komplette Wertschöpfungskette mobiler Daten und Prozesse zu optimieren. Diese Veränderung betrifft nicht nur die IT, sondern alle Bereich des Unternehmens.  

Kai Höhmann, Vorstand, Seven Principles AG

Wir stehen inmitten einer digitalen Revolution. Analoge Geschäftsabläufe werden in absehbarer Zeit digitalisiert. Nur so bleiben Unternehmen wettbewerbsfähig. Mobile Endgeräte werden dabei für Nutzer die Input- und Output-Schnittstelle darstellen.  

Dr. Roman Friedrich, Geschäftsführer, Booz & Company
Previous
Next