26.02.2019 - 12:18

E-Commerce rückt ins Zentrum der digitalen Transformation

51 Prozent der B2B-Unternehmen weltweit setzen aktuell digitale Transformationsprojekte um. Dies zeigt die B2B-E-Commerce-Studie von Sana Commerce. Dabei gewinnt der Einsatz von E-Commerce-Lösungen an Bedeutung.

Die Unternehmen versprechen sich laut dem Opens external link in new window„Digitale Transformation & E-Commerce Report 2018/19“ in erster Linie mehr Effizienz im operativen Geschäft und die Fähigkeit, besser flexibel auf Marktveränderungen reagieren zu können. Um diese Ziele zu erreichen, gewinnt der Einsatz von E-Commerce-Lösungen für sie zunehmend an Bedeutung: So ist die Zahl der Unternehmen, die E-Commerce zur Unterstützung ihrer digitalen Transformation nutzen, in einem Jahr von 73 auf 87 Prozent deutlich gestiegen.

Der globalen Studie zufolge betrachten 53 Prozent der Befragten E-Commerce vor allem deshalb als wesentlichen Baustein ihrer digitalen Transformation, weil sie dadurch die veränderten Erwartungen und Bedürfnisse ihrer Kunden besser erfüllen können. Für 52 Prozent steht die Chance im Vordergrund, neue Märkte zu erschließen.

Österreich ist Vorreiter bei der digitalen Transformation

Ähnliche Zahlen zeigen sich auch für die DACH-Region (Deutschland, Österreich und die Schweiz), allerdings sind hier zum Teil deutliche regionale Unterschiede zu beobachten. Zwar gaben 52 Prozent der befragten B2B-Organisationen in DACH an, aktuell an der Umsetzung von Projekten zur digitalen Transformation zu arbeiten und liegen damit sogar leicht über dem globalen Mittelwert von 51 Prozent. Im direkten Vergleich zeigt sich jedoch, dass österreichische Unternehmen mit einem Anteil von 57 Prozent weltweit die Spitzenposition einnehmen, gefolgt von Deutschland mit 55 Prozent. Schlusslicht im internationalen Vergleich ist dagegen die Schweiz mit lediglich 39 Prozent.

Auch hinsichtlich der Ziele ihrer digitalen Transformation setzen Unternehmen in DACH unterschiedliche Prioritäten: Während in Deutschland – analog zum globalen Durchschnitt - die Effizienzsteigerung für das operative Geschäft und den Vertrieb mit 56 Prozent (global 55 Prozent) im Vordergrund steht, messen Unternehmen aus Österreich diesem Punkt mit 64 Prozent eine noch größere Bedeutung bei. In der Schweiz dagegen spielt das Thema Effizienz mit lediglich 33 Prozent eine eher untergeordnete Rolle. Für die dortigen Unternehmen hat die Fähigkeit, sich an ein verändertes Marktumfeld anzupassen, mit 56 Prozent die höchste Priorität (DACH 43 Prozent).

Herausforderungen für Projekte werden unterschiedlich beurteilt

Es gibt eine Reihe von Herausforderungen, die den Erfolg von digitalen Transformationsprojekten bedrohen. Mit 29 Prozent nannte die Mehrheit der befragten Unternehmen weltweit das Thema Cyber Security als größte Herausforderung (DACH 31 Prozent). Für 28 Prozent (DACH 26 Prozent) ist die Verarbeitung der entstehenden Datenmengen ein wichtiges Thema, das es zu lösen gilt. Und jeweils ein Viertel ist der Ansicht, dass der innere Widerstand gegenüber Veränderungen in der eigenen Organisation (DACH 31 Prozent) sowie veraltete Bestandstechnologie (DACH 26 Prozent) den Erfolg von Projekten beeinträchtigen können.

Auffällig ist: Das Thema Sicherheit im Kontext der digitalen Transformation wird innerhalb der DACH-Region unterschiedlich beurteilt. Während in Deutschland für 33 Prozent der Befragten Sicherheitsaspekte ganz oben auf der Liste potenzieller Gefährdungen stehen, erachten sogar 44 Prozent der Schweizer Unternehmen dies als die mit Abstand wichtigste Herausforderung. Demgegenüber halten lediglich neun Prozent der B2B-Organisationen aus Österreich das Thema für bedeutsam – der mit Abstand niedrigste Wert im internationalen Vergleich. Ihr größtes Hindernis sehen sie mit 45 Prozent in isoliert agierenden Fachbereichen im Unternehmen (global 22 Prozent).

78 Prozent der deutschen Unternehmen betreiben eigenen Webshop

Wie die Sana Commerce-Studie weiterhin zeigt, verfügen derzeit knapp drei Viertel (73 Prozent) der befragten Unternehmen weltweit über einen eigenen Webshop, zwölf Prozent befinden sich noch in der Implementierungsphase. Für die DACH-Region sind diese Zahlen mit 72 Prozent bzw. elf Prozent nahezu identisch. Doch auch hier treten erneut signifikante regionale Unterschiede zu Tage: Während in Deutschland mit 78 Prozent überdurchschnittlich viele Unternehmen einen Onlineshop betreiben und damit im internationalen Vergleich auf Platz zwei rangieren – knapp hinter UK/ Irland mit 80 Prozent, belegen Österreich und die Schweiz mit 62 Prozent bzw. 65 Prozent die hintersten Plätze. Allerdings ist zu beobachten, dass sie gerade dabei sind, diesen Rückstand aufzuholen: So gaben immerhin 16 Prozent der Schweizer und 18 Prozent der österreichischen Unternehmen an, sich aktuell in der Implementierungsphase zu befinden – dies sind die höchsten Werte im internationalen Vergleich.

Über die Studie

Die Umfrage unter B2B-Unternehmen in Europa, den USA sowie Australien/Neuseeland wurde vom unabhängigen Marktforschungsunternehmen Sapio im Auftrag von Sana Commerce durchgeführt. Das Panel umfasste Industrien wie Lebensmittel und Getränke, Automobil, Baugewerbe, Gesundheitswesen/Medizinbedarf, Elektronik, Mode und Bekleidung, Haushaltswaren und Möbel, Maschinen und Geräte oder Verpackungsindustrie. Weltweit wurden 559 B2B-Unternehmen befragt, davon 159 aus der DACH-Region – dies entspricht einem Anteil von 29 Prozent.

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Ressort: M-Enterprise, Commerce
Maximilian Feigl

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