11.03.2019 - 17:33

Wo das Geld wohnt: Kaufkraftkarte 2019

Einmal jährlich ermittelt der Geomarketing-Experte Nexiga die Kaufkraft deutscher Verbraucher. Für 2019 kommt das Unternehmen auf einen Durchschnittswert von 24.199 Euro. Regionale Unterschiede zeigt es in einer Karte auf.

Im Vergleich zu 2018 haben deutsche Verbraucher im Schnitt zusätzliche 675 Euro bzw. knappe drei Prozent mehr verfügbar. Das zeigt die aktuelle Kaufkraft-Karte 2019, die der Anbieter für Location Intelligence und Geomarketing Nexiga einmal jährlich in Bezug auf die räumliche Verteilung der Kaufkraft auf Gemeindeebene ermittelt.

Spitze der reichsten Gemeinden Deutschlands bleibt gleich

Betrachtet man Deutschland von oben, zeichnen sich halbmondförmig die Gemeinden mit der höchsten Kaufkraft im Westen des Landes ab: Von Hamburg über Hannover geht es über die Rheinschiene mit Düsseldorf, das Rhein-Main Gebiet um Frankfurt und die Region Stuttgart bis in den Raum München. Es fällt besonders auf, dass die Kaufkraft vor allem in und um die Großstädte hoch ist. Zu den reichsten und somit kaufkraftstärksten Gemeinden gehören laut Kaufkraftindex nach wie vor Grünwald bei München (254,9), Wohltorf bei Hamburg (215,3) und Königstein im Taunus (200,3) mit jeweils doppelt so viel Kaufkraft wie im Bundesdurchschnitt.

Zu den Gemeinden mit der geringsten Kaufkraft gehören Anklam (83,8), Zittau (82,7) oder Prenzlau (83,9) – allesamt Gemeinden, die in den neuen Bundesländern liegen. Doch auch im Westen gibt es „arme“ Städte wie Bremerhaven (85,7) oder Duisburg (86,9).

Ost-West-Gefälle schrumpft weiter

Vergleicht man Ost- und Westdeutschland hinsichtlich der Kaufkraft, herrscht nach wie vor ein Ungleichgewicht zugunsten des Westens. Dennoch verringert sich der Unterschied und Gemeinden im Osten des Landes holen weiter auf – wenn auch nur wenig. Während 2018 der Kaufkraftindex im Osten (ohne Berlin) bei 88,8 lag, wird er 2019 bei 90,2 prognostiziert. Insgesamt kommen der Auswertung zufolge die Gemeinden im Osten (ohne Berlin) in diesem Jahr auf eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 21.826 Euro – im Westen inklusive Berlin auf 24.624. Im Vergleich bedeutet das 11,4 Prozent weniger Kaufkraft für Einwohner im Osten im Gegensatz zu den Nachbarn aus den alten Bundesländern. 2018 waren es noch 12,9 Prozent weniger.

Das Einkommen steigt überall

Insgesamt betrachtet, hat sich die Kaufkraft pro Einwohner in ganz Deutschland flächendeckend erhöht. Mit circa 1.000 Euro pro Kopf mehr können Städte wie Unna, Neumünster und Frankfurt an der Oder einen besonders starken Zuwachs für sich verbuchen. In Böblingen, Norderstedt und Rosenheim stagniert die Kaufkraft dagegen.

Für Unternehmen können die Informationen aus der Kaufkraft-Karte von Nexiga wertvoll sein, weil sich anhand dieser Karte die solventesten Regionen Deutschlands ermitteln lassen. Als wichtiger Indikator kann die prognostizierte Kaufkraft 2019 für ganz Deutschland direkt in die Planung von Marketing- und Vertriebsaktivitäten einfließen und wird für mikrogeographische (feinräumigere) Gebietsebenen zur Verfügung gestellt. Auch unternehmerische Entscheidungen – etwa die Planung neuer Standorte oder Vertriebswege – sind mithilfe der Kaufkraft-Karte möglich.

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Ressort: Commerce, Studie
Maximilian Feigl

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